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Wenn Energieeffizienz olympisch wird

Mit dem Bau des «Maison olympique» setzt sich das Internationale Olympische Komitee (IOK) im Zusammenhang mit der nachhaltigen Entwicklung hohe Ziele. Um diesen Zweck zu erreichen, werden verschiedene Massnahmen getroffen, darunter eine durch Bouygues Energies & Services InTec installierte Pumpstation.

Der neue Sitz des IOK wird im Jahr 2019 eingeweiht. Im Rahmen seiner Ambitionen für dieses Bauwerk strebt das IOK eine Architektur an, welche die starken Werte und Symbole der olympischen Bewegung betont, um die 600 Mitarbeitenden unter einem Dach zu vereinen und sich dabei der neuesten nachhaltigen Technologien zu bedienen. Ein künftiges, intelligentes Gebäude, für welches Bouygues Energies & Services InTec ebenfalls den Auftrag hat, hinsichtlich Lichterzeugungs- und Storensteuerung Energieeffizienz anzustreben, erfordert zudem elektrische Installationen und eine gut konzipierte Gebäudetechnik. Da die künftigen Einrichtungen des IOK recht energieaufwendig sind, wurden die Energiesparmassnahmen mit Hilfe von Solarpaneelen, der Erfassung von Regenwasser, des Einbaus von Wärmepumpen und namentlich dank seiner eigenen Pumpstation diversifiziert.

Ein unterseeisches Rohr, um das Seewasser zu befördern

Die Pumpstation wird Wasser aus dem Genfersee beziehen. Das Wasser wird nicht nur dazu dienen, das Gebäude zu kühlen, sondern auch dazu, es zu heizen. In diesem Zusammenhang wurde das Technikkonzept von Bouygues Energies & Services InTec für die Entnahme des Wassers aus dem See, für die Bereitstellung und die Installation der hydraulischen Ausrüstung ausgewählt. Das Prinzip besteht aus einem Sieb (Filter) und einer Seeleitung, welche das Seewasser mit einer konstanten Temperatur (etwa 5 Grad) in über 60 Meter Tiefe erfassen und es bis zur Pumpstation bringen, die in Ufernähe vergraben ist. In der Station sind Pumpen und ein Filtersystem installiert. Die im Gelände verlegten Leitungen verbinden die Pumpstation mit dem Gebäude des IOK, um die Produktion von gekühltem und geheiztem Wasser sicherzustellen.

In der Tat durchlief der Auftrag neulich eine sehr beeindruckende Phase. Nach dem Zusammensetzen und Schweissen der Leitungen – mit einer erstaunlichen Länge von 1,2 Kilometern (!) – im Grand Canal in Noville, durchquerte dieser ausserordentliche Seekonvoi den See, um nach Vidy befördert zu werden, wo ein riesiges Rohr mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern an die Pumpstation angeschlossen und dann mit Hilfe von Schwerkraftwirkung versenkt wurde. Diese Aufgabe wurde in Zusammenarbeit mit der TSM-Perrottet AG, das auf unterseeische Arbeiten spezialisiert ist, verwirklicht. Die Inbetriebsetzung ist für den August 2018 vorgesehen, nachdem die Durchführung aller technischen Tests abgeschlossen wird. 

Die Vorteile einer Platzierung am Seeufer

Das Wasser des Sees stellt eine kostbare Ressource dar. Die Nähe des Standorts garantiert so eine optimale Ausnutzung für die Heizung und die Klimatisierung des Gebäudes. Somit wird das Wohlbefinden der Mitarbeitenden des künftigen Sitzes des IOK unter anderem durch das technische Kernstück dieses Werks sichergestellt, das in allen Punkten dem Wunsch, erneuerbare Energie zu verwenden, gerecht wird. Übrigens ist das System der Pumpstation bei benachbarten Unternehmen schon sehr verbreitet: IMD, Nestlé, EPFL und das Freibad Bellerive sind bereits damit ausgestattet.

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Maison olympique