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Léman Express: Einweihung mit Symbolcharakter

Die Schweiz und Frankreich rücken bahntechnisch näher zusammen: Am 12.12.2019 wurde der Léman Express, das neue grenzüberschreitende Bahnnetz zwischen den beiden Ländern, eingeweiht. Ab jetzt werden täglich über 240 Züge die Landesgrenze überqueren. Bouygues Energies & Services war massgeblich am Projekt beteiligt.

Der Léman Express verbindet die französischen Départements Haute-Savoie und Ain mit den Schweizer Kantonen Waadt und Genf. Offizielle Vertreterinnen und Vertreter Frankreichs und der Schweiz, unter anderem Bundesrätin und UVEK-Vorsteherin Simonetta Sommaruga, weihten ihn am 12. Dezember 2019, ein.

 

Feierliches Wochenende in den Bahnhöfen des Léman Express

Um die Fertigstellung dieses umfassenden Infrastrukturbaus zu symbolisieren, verknüpften die Delegationen beider Länder auf dem Perron des neu gebauten Bahnhofs Genève-Eaux-Vives zwei rote Bänder miteinander.

Die offizielle Einweihungsfeier schaffte den Auftakt zum grossen Volksfest «Léman Express en fête», das dieses Wochenende (14. und 15. Dezember 2019) in den Bahnhöfen des Léman Express stattfindet. Gemeinsam feiert man das grösste grenzüberschreitende Bahnnetz Europas.

Prestigeträchtiges Bahnprojekt für Bouygues

Das Herzstück des neuen S-Bahnnetzes bildet die Strecke Genève Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse (kurz: CEVA). Auf diesem Teilstück hatte Bouygues Energies & Services während vier Jahren die Federführung des Auftrages «Bahntechnik» inne und war für den Ausbau sämtlicher Notausgänge verantwortlich. Neben der Federführung umfassten die Leistungen von Bouygues Energies & Services die Gesamtprojektleitung, die Qualitätssicherung und die Organisation der Arbeitssicherheit. Zudem war Bouygues für die Planung, Koordination und Installation von Fahrleitungsanlagen (Colas Rail), Kabelanlagen, Niederspannungsanlagen sowie technischen Tunnelausrüstung verantwortlich. Das Projekt war eine ausgezeichnete Gelegenheit, die vielfältigen Tätigkeitsfelder und Vorteile als Mulititec-Profi aufzuzeigen. «Speziell am Projekt waren vor allem die logistischen Herausforderungen inmitten der Stadt Genf. Nur dank einem perfekt eingespielten Team und dank einer tagesaktuellen Bau- und Inbetriebsetzungsplanung war es möglich, die engen Terminvorgaben zu erreichen und gleichzeitig die erforderliche Qualität sicherzustellen», sagt Thomas Vogler, Federführer des Konsortiums Bahntechnik.

Facts & Figures zum Léman Express

Der Léman Express ist mit seinen 45 Bahnhöfen und 230 Kilometern Strecke das grösste grenzüberschreitende S-Bahnnetz Europas. Das neue S-Bahnnetz wurde dank dem acht Jahre dauernden Bau des Herzstücks Genève Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse (CEVA) und fünf neuer Bahnhöfe (Lancy-Pont-Rouge, Lancy-Bachet, Genève-Champel, Genève-Eaux-Vives und Chêne-Bourg) sowie der Totalrenovation des Bahnhofs Annemasse möglich. Die modernisierte Infrastruktur und die neu gebaute CEVA-Strecke, die dem Léman Express seine grenzüberschreitende Dimension verleiht, kosten knapp zwei Milliarden Franken. Finanziert wird der Bau der CEVA auf Schweizer Seite von Bund und Kanton Genf, auf französischer Seite von verschiedenen öffentlichen Körperschaften mit der Unterstützung der Europäischen Union.